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Finanzierung · 11 Min. Lesezeit

Hypothek Schweiz 2026: SARON vs. Festhypothek – was ist besser?

Aktuelle Zinsen, Tragbarkeitsregeln und der kalkulatorische Stresstest erklärt. Plus: Wann lohnt sich SARON, wann die Festhypothek?

Sayan Satkunam

Sayan Satkunam · B. Sc. Banking & Finance

Verfasst und fachlich geprüft · Aktualisiert am 22. April 2026

SARON: Variabel, aktuell günstig

Der SARON (Swiss Average Rate Overnight) hat seit den SNB-Zinssenkungen 2024/25 deutlich nachgegeben. SARON-Hypotheken sind aktuell günstiger als vergleichbare Festhypotheken. Das Risiko: Bei steigenden Zinsen erhöhen sich auch Ihre monatlichen Kosten direkt mit dem Marktzins.

Festhypothek: Planungssicherheit

Wer langfristige Planungssicherheit bevorzugt, wählt die Festhypothek. Laufzeiten von 5–10 Jahren sind am beliebtesten. Der Nachteil: Bei sinkenden Zinsen zahlen Sie weiterhin den ursprünglich vereinbarten Satz. Eine vorzeitige Auflösung ist teuer (Vorfälligkeitsentschädigung).

Eigenkapital und Amortisation

Mindestens 20 % Eigenkapital sind in der Schweiz vorgeschrieben, davon maximal 10 % aus der 2. Säule (Pensionskasse). Die Hypothek muss innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung auf 65 % des Belehnungswertes amortisiert werden – direkt oder indirekt über die 3. Säule.

Tranchen-Strategie als Königsweg

Statt eine einzige Hypothek aufzunehmen, lohnt sich häufig die Aufteilung in 2–3 Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Das diversifiziert das Zinsrisiko: Bei Verlängerung wird nicht alles auf einmal teurer, und Sie haben mehr Flexibilität für Anpassungen.

Was das für Bern-Mittelland bedeutet

Im Kanton Bern sind die Preise für Wohneigentum über die letzten zwölf Monate um rund 2.8 bis 2.9 % gestiegen (RealAdvisor, Stand August 2026). Innerhalb der Region ist die Spannweite gross: In der Stadt Bern werden Eigentumswohnungen in Zentrumslagen über 10’200 CHF/m² gehandelt, in Köniz um 7’900, in ländlicheren Gemeinden des Kiesentals oder Gürbetals deutlich darunter. Eine schweizweite Faustregel führt deshalb regelmässig in die Irre — massgebend ist immer die konkrete Lage.

Finanzierungsumfeld 2026

Der SNB-Leitzins liegt seit Juni 2025 bei 0.0 % und wurde am 18. Juni 2026 bestätigt; zehnjährige Festhypotheken bewegen sich um rund 1.4 bis 1.6 %, der hypothekarische Referenzzinssatz liegt bei 1.25 %. Trotz dieses tiefen Niveaus rechnen Banken die Tragbarkeit mit einem kalkulatorischen Zins von 4.5 bis 5 % — das bleibt für viele Haushalte die eigentliche Hürde, nicht der Marktzins. Verlangt werden mindestens 20 % Eigenkapital, davon mindestens 10 Prozentpunkte aus harten Eigenmitteln ausserhalb der Pensionskasse.

So gehen wir in Bern-Mittelland vor

In der Praxis beginnt jedes Mandat mit einer lagegenauen Einschätzung statt einer Pauschalzahl: Wir schauen auf die konkrete Gemeinde, das Quartier, den Objekttyp und den baulichen Zustand und vergleichen mit realen Transaktionen aus der Region. Erst danach besprechen wir die Strategie — beim Verkauf etwa die Frage, ob offen oder diskret über unser Off-Market-Netzwerk vermarktet wird, bei der Finanzierung den Vergleich über mehr als 25 Banken- und Versicherungspartner. Betreut werden Sie dabei direkt durch die Geschäftsführung, nicht durch wechselnde Ansprechpersonen. Wir arbeiten in Köniz, Liebefeld, Bern, Ostermundigen, Ittigen, Muri, Belp, Worb, Münsingen und über dreissig weiteren Gemeinden der Region — mit eigenen Marktdaten für jede davon. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Datengrundlage und Methodik

Die genannten Kennzahlen stützen sich auf öffentlich überprüfbare Quellen: Leitzins und geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank, den hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundesamts für Wohnungswesen, die kantonalen Bestimmungen zu Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer sowie Transaktions- und Angebotsdaten spezialisierter Marktdatenanbieter für den Raum Bern. Wo eine Zahl geschätzt ist, weisen wir sie als Schätzung aus, statt eine Genauigkeit vorzutäuschen, welche die Datenlage nicht hergibt. Marktdaten veralten: Massgebend ist der angegebene Stand, und vor einer Transaktion prüfen wir die Zahlen für Ihr konkretes Objekt neu. Dieser Beitrag vermittelt Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

— Häufige Fragen

Antworten zum Thema.

Die SARON-Hypothek ist variabel und richtet sich nach dem Swiss Average Rate Overnight – sie passt sich quartalsweise an. Die Festhypothek hat einen fixen Zinssatz für die gewählte Laufzeit (üblicherweise 2–15 Jahre).
Maximal etwa 33 % des Bruttoeinkommens dürfen für Wohnkosten aufgewendet werden – kalkuliert mit dem theoretischen Zinssatz von 5 %. So stellen die Banken sicher, dass auch bei steigenden Zinsen die Tragbarkeit gewährleistet bleibt.
Schweizer Banken rechnen die Tragbarkeit mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 % – unabhängig vom aktuellen Marktzins. So wird sichergestellt, dass Hypothekarnehmer auch bei einem deutlichen Zinsanstieg solvent bleiben.
SARON ist 2026 deutlich günstiger (~0.9 %), Festhypothek (5J) liegt bei ~1.6–2.2 %. SARON eignet sich für risikobereite Kunden mit Reserven, Festhypothek für Sicherheits-orientierte Hypothekarnehmer.
Ja – eine Tranchen-Strategie mit verschiedenen Laufzeiten ist häufig die beste Lösung. So diversifizieren Sie das Zinsrisiko und können bei Verlängerungen flexibler reagieren.

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