Warum der richtige Preis entscheidend ist
Der häufigste Fehler beim Immobilienverkauf in der Schweiz ist eine unrealistische Preisvorstellung. Ein zu hoher Angebotspreis schreckt Käufer ab und führt zu langen Vermarktungszeiten – mit jedem Monat Leerstand sinkt das wahrgenommene Wertniveau. Ein zu tiefer Preis verschenkt unnötig Potenzial. Die Grundlage ist immer eine professionelle Bewertung mit hedonischer Methode (für EFH/Wohnungen) oder Ertragswertmethode (für MFH).
Die 6 Phasen eines erfolgreichen Verkaufs
Phase 1 ist die professionelle Bewertung. Phase 2 die Aufbereitung des Verkaufsdossiers mit Fotos, Grundrissen und Dokumenten. Phase 3 ist die aktive Vermarktung – über Portale und unser Netzwerk. Phase 4 sind sorgfältig koordinierte Besichtigungen mit qualifizierten Interessenten. In Phase 5 werden Angebote verhandelt und der Kaufvertrag entworfen. Phase 6 ist der Notartermin und die Schlüsselübergabe.
Steuern beim Immobilienverkauf
In der Schweiz fällt bei einem Verkaufsgewinn die Grundstückgewinnsteuer an. Diese wird auf dem erzielten Gewinn berechnet (Verkaufspreis minus ursprünglicher Kaufpreis und wertvermehrende Investitionen). Die Höhe variiert stark je nach Kanton und Haltedauer: Eine längere Haltedauer bedeutet in vielen Kantonen einen erheblichen Abschlag. Im Kanton Bern beispielsweise sinkt der Steuersatz progressiv mit jedem zusätzlichen Besitzjahr.
Die Rolle des Notars
Der Notar erstellt den Kaufvertrag und sorgt für die rechtssichere Abwicklung. Die notarielle Beurkundung ist in der Schweiz zwingend. Beide Parteien müssen anwesend sein oder durch Bevollmächtigte vertreten werden. Die Notarkosten betragen üblicherweise 0.1–1 % des Kaufpreises, abhängig vom Kanton, und werden meistens hälftig geteilt.
Online-Marktwertanalyse als erster Schritt
Bevor Sie einen Profi kontaktieren, lohnt sich eine erste Marktwertanalyse. Unsere Sofort-Bewertung gibt Ihnen in 60 Sekunden eine fundierte Indikation – kostenlos und unverbindlich. Anschliessend folgt auf Wunsch eine detaillierte Bewertung durch unsere Experten mit konkreten Vergleichsobjekten aus Ihrer Region.
Was das für Bern-Mittelland bedeutet
Im Kanton Bern sind die Preise für Wohneigentum über die letzten zwölf Monate um rund 2.8 bis 2.9 % gestiegen (RealAdvisor, Stand August 2026). Innerhalb der Region ist die Spannweite gross: In der Stadt Bern werden Eigentumswohnungen in Zentrumslagen über 10’200 CHF/m² gehandelt, in Köniz um 7’900, in ländlicheren Gemeinden des Kiesentals oder Gürbetals deutlich darunter. Eine schweizweite Faustregel führt deshalb regelmässig in die Irre — massgebend ist immer die konkrete Lage.
Verkaufen in einem Nachfragemarkt
In weiten Teilen von Bern-Mittelland übersteigt die Nachfrage das Angebot — für Verkäuferinnen und Verkäufer ein günstiges Umfeld, das aber zu einem verbreiteten Fehler verleitet: einem überhöhten Ansatzpreis. Bleibt ein Objekt zu lange am Markt, gilt es rasch als Ladenhüter und wird am Ende unter Wert verkauft. Wirtschaftlich relevant ist zudem die Grundstückgewinnsteuer, die mit der Besitzdauer sinkt, sowie die Frage, ob offen oder diskret über ein Off-Market-Netzwerk vermarktet wird.
So gehen wir in Bern-Mittelland vor
In der Praxis beginnt jedes Mandat mit einer lagegenauen Einschätzung statt einer Pauschalzahl: Wir schauen auf die konkrete Gemeinde, das Quartier, den Objekttyp und den baulichen Zustand und vergleichen mit realen Transaktionen aus der Region. Erst danach besprechen wir die Strategie — beim Verkauf etwa die Frage, ob offen oder diskret über unser Off-Market-Netzwerk vermarktet wird, bei der Finanzierung den Vergleich über mehr als 25 Banken- und Versicherungspartner. Betreut werden Sie dabei direkt durch die Geschäftsführung, nicht durch wechselnde Ansprechpersonen. Wir arbeiten in Köniz, Liebefeld, Bern, Ostermundigen, Ittigen, Muri, Belp, Worb, Münsingen und über dreissig weiteren Gemeinden der Region — mit eigenen Marktdaten für jede davon. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Datengrundlage und Methodik
Die genannten Kennzahlen stützen sich auf öffentlich überprüfbare Quellen: Leitzins und geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank, den hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundesamts für Wohnungswesen, die kantonalen Bestimmungen zu Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer sowie Transaktions- und Angebotsdaten spezialisierter Marktdatenanbieter für den Raum Bern. Wo eine Zahl geschätzt ist, weisen wir sie als Schätzung aus, statt eine Genauigkeit vorzutäuschen, welche die Datenlage nicht hergibt. Marktdaten veralten: Massgebend ist der angegebene Stand, und vor einer Transaktion prüfen wir die Zahlen für Ihr konkretes Objekt neu. Dieser Beitrag vermittelt Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
