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Hauskauf-Checkliste Schweiz: 52 Punkte für die Besichtigung und Entscheidung

Was müssen Sie bei der Besichtigung prüfen? Unsere Checkliste für Schweizer Hauskäufer – von der Bausubstanz bis zu den rechtlichen Aspekten.

Sajeevan Satkunam

Sajeevan Satkunam · Eidg. Dipl. Immobilienbewerter

Verfasst und fachlich geprüft · Aktualisiert am 08. April 2026

IMMERO AG · IMMOBILIEN BERN

Aussenbereich und Umgebung prüfen

Beurteilen Sie Dach (Zustand der Ziegel, Dachrinnen, Dachdämmung), Fassade (Risse, Feuchtigkeitsflecken, Putz), Fenster und Türen (Dichtigkeit, Mehrfachverglasung), Fundament und Kellerwände (Feuchtigkeit, Effloreszenzen), Garten und Einfriedungen, Zufahrt und Parkierung sowie Anschlüsse (Wasser, Abwasser, Strom, Gas).

Innenbereich: Substanz und Technik

Prüfen Sie alle Böden auf Unebenheiten und Quietschen. Testen Sie alle Wasserhähne, Toiletten und Abflüsse. Prüfen Sie die Elektroinstallationen: Sicherungskasten, Steckdosen, Beleuchtung. Kontrollieren Sie die Heizungsanlage: Alter, Typ, Serviceheft. Prüfen Sie Lüftung und allenfalls Klimaanlage. Suchen Sie nach Feuchtigkeitsflecken an Decken und Wänden, besonders in Badezimmern und Küchen.

Rechtliche Abklärungen

Fordern Sie den Grundbuchauszug: Gibt es Grundlasten, Pfandrechte oder Dienstbarkeiten? Prüfen Sie den Zonenplan: Welche Baumöglichkeiten oder -einschränkungen bestehen? Klären Sie Nachbarrechtsstreitigkeiten oder laufende Baubewilligungsverfahren. Bei Stockwerkeigentum: Sind die Nebenkosten realistisch? Gibt es Rückstellungen im Erneuerungsfonds?

Finanzielle Plausibilitätsprüfung

Berechnen Sie die jährlichen Betriebskosten: Heizung, Strom, Wasser, Versicherung, Gebühren. Schätzen Sie mittelfristige Investitionen: Was muss in den nächsten 10 Jahren erneuert werden (Dach, Heizung, Küche, Bäder)? Prüfen Sie die Grundstücksteuer und Abwassergebühren der Gemeinde. Vergleichen Sie diese Kosten mit dem Angebotspreis.

Was das für Bern-Mittelland bedeutet

Im Kanton Bern sind die Preise für Wohneigentum über die letzten zwölf Monate um rund 2.8 bis 2.9 % gestiegen (RealAdvisor, Stand August 2026). Innerhalb der Region ist die Spannweite gross: In der Stadt Bern werden Eigentumswohnungen in Zentrumslagen über 10’200 CHF/m² gehandelt, in Köniz um 7’900, in ländlicheren Gemeinden des Kiesentals oder Gürbetals deutlich darunter. Eine schweizweite Faustregel führt deshalb regelmässig in die Irre — massgebend ist immer die konkrete Lage.

Kaufen in einem engen Markt

Der Markt in Bern-Mittelland ist eng: Gut gelegene Objekte sind häufig vergeben, bevor sie breit inseriert werden. Wer die Finanzierung vorab klärt, kann bei einer Gelegenheit schnell und verbindlich handeln — das ist oft entscheidender als der letzte Verhandlungsfranken. Einzurechnen sind ausserdem die Kaufnebenkosten von rund 3 bis 4 % des Kaufpreises: 1.8 % Handänderungssteuer plus Notariats- und Grundbuchgebühren. Diese Kosten müssen aus Eigenmitteln bezahlt werden und laufen nicht über die Hypothek.

So gehen wir in Bern-Mittelland vor

In der Praxis beginnt jedes Mandat mit einer lagegenauen Einschätzung statt einer Pauschalzahl: Wir schauen auf die konkrete Gemeinde, das Quartier, den Objekttyp und den baulichen Zustand und vergleichen mit realen Transaktionen aus der Region. Erst danach besprechen wir die Strategie — beim Verkauf etwa die Frage, ob offen oder diskret über unser Off-Market-Netzwerk vermarktet wird, bei der Finanzierung den Vergleich über mehr als 25 Banken- und Versicherungspartner. Betreut werden Sie dabei direkt durch die Geschäftsführung, nicht durch wechselnde Ansprechpersonen. Wir arbeiten in Köniz, Liebefeld, Bern, Ostermundigen, Ittigen, Muri, Belp, Worb, Münsingen und über dreissig weiteren Gemeinden der Region — mit eigenen Marktdaten für jede davon. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Datengrundlage und Methodik

Die genannten Kennzahlen stützen sich auf öffentlich überprüfbare Quellen: Leitzins und geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank, den hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundesamts für Wohnungswesen, die kantonalen Bestimmungen zu Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer sowie Transaktions- und Angebotsdaten spezialisierter Marktdatenanbieter für den Raum Bern. Wo eine Zahl geschätzt ist, weisen wir sie als Schätzung aus, statt eine Genauigkeit vorzutäuschen, welche die Datenlage nicht hergibt. Marktdaten veralten: Massgebend ist der angegebene Stand, und vor einer Transaktion prüfen wir die Zahlen für Ihr konkretes Objekt neu. Dieser Beitrag vermittelt Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

— Häufige Fragen

Antworten zum Thema.

Feuchtigkeitsschäden (besonders im Keller und an Aussenwänden), veraltete Elektrik (Sicherungskasten vor 1990), Dach- und Isolationsmängel, Heizsystem-Alter und Effizienz, Schimmel hinter Möbeln sowie Fundamentprobleme bei älteren Objekten.
Bei Liegenschaften über CHF 600’000 oder bei Gebäuden vor 1980 empfehlen wir grundsätzlich einen unabhängigen Baugutachter (Kosten: CHF 800–2’500). Er erkennt Mängel, die dem Laien verborgen bleiben, und gibt Ihnen Sicherheit für die Preisverhandlung.
Der GEAK (Gebäudeenergieausweis der Kantone) zeigt die Energieeffizienz-Klasse A–G für Gebäudehülle und Gesamtenergie. Ein schlechter GEAK (E–G) signalisiert hohe Heizkosten und potenziellen Sanierungsbedarf. In vielen Kantonen ist der GEAK beim Verkauf Pflicht.

Bern-Mittelland

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