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Verkauf · 8 Min. Lesezeit

Home Staging Schweiz: Wie Sie mit wenig Aufwand deutlich mehr erzielen

Home Staging erhöht den Verkaufspreis nachweislich um 5–15%. Die wirksamsten Massnahmen für Schweizer Immobilien.

Sayan Satkunam

Sayan Satkunam · B. Sc. Banking & Finance

Verfasst und fachlich geprüft · Aktualisiert am 05. April 2026

IMMERO AG · IMMOBILIEN BERN

Entrümpeln und Depersonalisieren als Basis

Der grösste Hebel im Home Staging ist Weniger: Entfernen Sie persönliche Fotos, Sammlungen und überschiessende Möbel. Käufer sollen sich vorstellen können, selbst in dem Raum zu leben – das gelingt nur, wenn die Leinwand möglichst leer ist. Ein Raum mit weniger Möbeln wirkt grösser.

Die Macht von Licht und Farbe

Helle Räume erzielen bessere Preise. Maximieren Sie Tageslicht durch saubere Fenster und weggeräumte Vorhänge. Ersetzen Sie Glühbirnen durch Warmweiss-LED mit mindestens 800 Lumen. Neutrale Wandfarben (Weisston, Hellgrau, Sand) sprechen die breiteste Käufergruppe an. Ein Eimer Farbe kostet CHF 60, bringt aber oft mehrere tausend Franken.

Kleine Reparaturen mit grosser Wirkung

Käufer nehmen Mängel als Signal wahr: Wenn die Türklinke klemmt, was ist sonst noch kaputt? Beheben Sie in einem halben Tag: tropfende Hähne, quietschende Türen, defekte Steckdosen, abblätternde Silikon-Fugen. Diese Massnahmen kosten unter CHF 200, beseitigen aber negative Eindrücke.

Aussenbereich und erster Eindruck

Der erste Eindruck entsteht in den ersten 8 Sekunden nach Ankunft. Mähen Sie den Rasen, trimmen Sie Hecken, fegen Sie Wege. Ein blühender Eingangsbereich mit Pflanzkübeln kostet CHF 80 und hebt die Stimmung sofort. Streichen Sie bei Bedarf die Haustür neu – sie ist das Gesicht der Immobilie.

Was das für Bern-Mittelland bedeutet

Im Kanton Bern sind die Preise für Wohneigentum über die letzten zwölf Monate um rund 2.8 bis 2.9 % gestiegen (RealAdvisor, Stand August 2026). Innerhalb der Region ist die Spannweite gross: In der Stadt Bern werden Eigentumswohnungen in Zentrumslagen über 10’200 CHF/m² gehandelt, in Köniz um 7’900, in ländlicheren Gemeinden des Kiesentals oder Gürbetals deutlich darunter. Eine schweizweite Faustregel führt deshalb regelmässig in die Irre — massgebend ist immer die konkrete Lage.

Verkaufen in einem Nachfragemarkt

In weiten Teilen von Bern-Mittelland übersteigt die Nachfrage das Angebot — für Verkäuferinnen und Verkäufer ein günstiges Umfeld, das aber zu einem verbreiteten Fehler verleitet: einem überhöhten Ansatzpreis. Bleibt ein Objekt zu lange am Markt, gilt es rasch als Ladenhüter und wird am Ende unter Wert verkauft. Wirtschaftlich relevant ist zudem die Grundstückgewinnsteuer, die mit der Besitzdauer sinkt, sowie die Frage, ob offen oder diskret über ein Off-Market-Netzwerk vermarktet wird.

So gehen wir in Bern-Mittelland vor

In der Praxis beginnt jedes Mandat mit einer lagegenauen Einschätzung statt einer Pauschalzahl: Wir schauen auf die konkrete Gemeinde, das Quartier, den Objekttyp und den baulichen Zustand und vergleichen mit realen Transaktionen aus der Region. Erst danach besprechen wir die Strategie — beim Verkauf etwa die Frage, ob offen oder diskret über unser Off-Market-Netzwerk vermarktet wird, bei der Finanzierung den Vergleich über mehr als 25 Banken- und Versicherungspartner. Betreut werden Sie dabei direkt durch die Geschäftsführung, nicht durch wechselnde Ansprechpersonen. Wir arbeiten in Köniz, Liebefeld, Bern, Ostermundigen, Ittigen, Muri, Belp, Worb, Münsingen und über dreissig weiteren Gemeinden der Region — mit eigenen Marktdaten für jede davon. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Datengrundlage und Methodik

Die genannten Kennzahlen stützen sich auf öffentlich überprüfbare Quellen: Leitzins und geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank, den hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundesamts für Wohnungswesen, die kantonalen Bestimmungen zu Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer sowie Transaktions- und Angebotsdaten spezialisierter Marktdatenanbieter für den Raum Bern. Wo eine Zahl geschätzt ist, weisen wir sie als Schätzung aus, statt eine Genauigkeit vorzutäuschen, welche die Datenlage nicht hergibt. Marktdaten veralten: Massgebend ist der angegebene Stand, und vor einer Transaktion prüfen wir die Zahlen für Ihr konkretes Objekt neu. Dieser Beitrag vermittelt Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

— Häufige Fragen

Antworten zum Thema.

In der Schweiz rechnen Sie mit CHF 1’500 bis CHF 8’000 für eine professionelle Home-Staging-Beratung und Umsetzung, abhängig von der Objektgrösse. Bei einem CHF 800’000 Objekt entsprechen CHF 5’000 nur 0.6% – bei einem Mehrerlös von 5% wären das CHF 40’000 Mehrertrag.
Studien aus der DACH-Region zeigen, dass professionell gestylte Objekte im Schnitt 8–12% höhere Angebotspreise erzielen und 35–50% schneller verkauft werden. Die Investition amortisiert sich in den allermeisten Fällen mehrfach.
Home Staging ist keine Renovierung. Es geht um Präsentation, nicht um bauliche Veränderungen. Grosse Renovationen sind eine separate Entscheidung, die vom Markt und Preis abhängt.

Bern-Mittelland

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