immero.ch — Swiss Real Estate

Marktanalyse · 10 Min. Lesezeit

Immobilienmarkt Schweiz 2026: Preise, Trends und Ausblick nach den SNB-Zinssenkungen

Wie entwickeln sich Immobilienpreise in der Schweiz 2026? Analyse nach den SNB-Zinssenkungen, Wohnungsknappheit und regionalen Unterschieden.

Sajeevan Satkunam

Sajeevan Satkunam · Eidg. Dipl. Immobilienbewerter

Verfasst und fachlich geprüft · Aktualisiert am 20. April 2026

IMMERO AG · IMMOBILIEN BERN

Zinswende als Katalysator: SNB hat geliefert

Die Schweizerische Nationalbank hat den Leitzins von 1.75% (Peak 2023) auf 0.25% (Anfang 2026) gesenkt – vier Schritte innerhalb von 18 Monaten. Der Effekt auf die Hypothekarzinsen ist spürbar: 10-jährige Festhypotheken fielen von über 3% auf rund 1.7%. Das hat die monatliche Belastung für Neukäufer erheblich reduziert und die Nachfrage reaktiviert.

Strukturelle Wohnungsknappheit bleibt bestimmend

In der Schweiz wurden 2024 und 2025 deutlich weniger Baubewilligungen erteilt als in den Vorjahren – bedingt durch Einsprachen, Fachkräftemangel im Baugewerbe und steigende Baukosten. Die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot bleibt in Ballungsräumen ausgeprägt. Besonders Mietwohnungen im mittleren Preissegment sind knapp.

Regionale Differenzierung

Zürich und Zug: Preise stabil auf Rekordhöhe, Renditen unter 3%. Genf: Strukturell unterbewohntes Angebot, hohe Preise, politische Unsicherheit durch Mietrecht. Bern-Mittelland: Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, stabile Preise, 3–4% Rendite möglich. Ländliche Lagen: Selektive Entwicklung, stark abhängig von ÖV-Anbindung und Regionalwirtschaft.

Was Investoren und Käufer 2026 beachten sollten

Energetischer Zustand wird immer preisrelevanter: GEAK A/B-Objekte werden mit Aufschlag gehandelt, G-Objekte mit wachsendem Abschlag. Regulatorische Risiken im Mietrecht (Volksinitiative) könnten die Renditekalkulation verändern. Trotz tieferer Zinsen gilt: Kaufen Sie nicht, was Sie sich nicht leisten können. Die Tragbarkeitsregeln der Banken bleiben auf kalkulatorischen 5%.

Was das für Bern-Mittelland bedeutet

Im Kanton Bern sind die Preise für Wohneigentum über die letzten zwölf Monate um rund 2.8 bis 2.9 % gestiegen (RealAdvisor, Stand August 2026). Innerhalb der Region ist die Spannweite gross: In der Stadt Bern werden Eigentumswohnungen in Zentrumslagen über 10’200 CHF/m² gehandelt, in Köniz um 7’900, in ländlicheren Gemeinden des Kiesentals oder Gürbetals deutlich darunter. Eine schweizweite Faustregel führt deshalb regelmässig in die Irre — massgebend ist immer die konkrete Lage.

Einordnung und Ausblick

Getragen wird die Preisentwicklung in Bern-Mittelland von einem knappen Angebot, einer stabilen Zuwanderung in die Agglomeration und einem weiterhin tiefen Zinsumfeld. Für Eigentümerinnen und Eigentümer bedeutet das eine solide Ausgangslage, für Kaufinteressierte anhaltenden Wettbewerb um gut gelegene Objekte. Wichtiger als der Gesamttrend bleibt die Mikrolage: Zwischen einzelnen Quartieren derselben Gemeinde liegen regelmässig mehrere Tausend Franken pro Quadratmeter — Zahlen auf Kantonsebene taugen deshalb nur als grobe Orientierung.

So gehen wir in Bern-Mittelland vor

In der Praxis beginnt jedes Mandat mit einer lagegenauen Einschätzung statt einer Pauschalzahl: Wir schauen auf die konkrete Gemeinde, das Quartier, den Objekttyp und den baulichen Zustand und vergleichen mit realen Transaktionen aus der Region. Erst danach besprechen wir die Strategie — beim Verkauf etwa die Frage, ob offen oder diskret über unser Off-Market-Netzwerk vermarktet wird, bei der Finanzierung den Vergleich über mehr als 25 Banken- und Versicherungspartner. Betreut werden Sie dabei direkt durch die Geschäftsführung, nicht durch wechselnde Ansprechpersonen. Wir arbeiten in Köniz, Liebefeld, Bern, Ostermundigen, Ittigen, Muri, Belp, Worb, Münsingen und über dreissig weiteren Gemeinden der Region — mit eigenen Marktdaten für jede davon. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Datengrundlage und Methodik

Die genannten Kennzahlen stützen sich auf öffentlich überprüfbare Quellen: Leitzins und geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank, den hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundesamts für Wohnungswesen, die kantonalen Bestimmungen zu Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer sowie Transaktions- und Angebotsdaten spezialisierter Marktdatenanbieter für den Raum Bern. Wo eine Zahl geschätzt ist, weisen wir sie als Schätzung aus, statt eine Genauigkeit vorzutäuschen, welche die Datenlage nicht hergibt. Marktdaten veralten: Massgebend ist der angegebene Stand, und vor einer Transaktion prüfen wir die Zahlen für Ihr konkretes Objekt neu. Dieser Beitrag vermittelt Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

— Häufige Fragen

Antworten zum Thema.

Nein – die meisten Prognosen für 2026 zeigen stabile bis leicht steigende Preise. Die SNB-Zinssenkungen auf 0.25% erhöhen die Nachfrage. Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp: Baubewilligungen sind rückläufig, und die Wohnungsknappheit in Ballungsräumen ist strukturell. Einzelne Mikro-Lagen könnten korrigieren, das Gesamtbild bleibt stabil.
Bern-Mittelland zeigt nach wie vor solide Fundamentaldaten: attraktive Renditen, starker Arbeitsmarkt (Bundesverwaltung, Pharma, Tech) und moderatere Preise als Zürich. Zug und Genf bleiben auf hohem Niveau. Aufholpotenzial haben gut erschlossene Agglomerationsgemeinden.
Der ideale Zeitpunkt hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, nicht vom Markt-Timing. Mit SARON bei 0.25% und sinkenden Festhypothekenzinsen (ca. 1.7%) ist die Finanzierungslage günstig. Wer langfristig (10+ Jahre) plant und die Tragbarkeit erfüllt, findet 2026 ein günstiges Umfeld.

Bern-Mittelland

Frage stellen — kostenlos

Sie haben eine Frage zu Ihrer konkreten Situation? Ein Fachartikel kann nur allgemein bleiben — Ihr Fall ist individuell. Schreiben Sie uns, Sie erhalten innert 24 Stunden eine persönliche Antwort der Geschäftsführung.

Kostenlos & unverbindlich · Antwort innert 24 h

Konkrete Frage zu Ihrer Situation?

Vertrauliches Erstgespräch — kostenlos und unverbindlich.

Beratung anfragen