Ein stabiler, leicht steigender Markt
Der Immobilienmarkt in Bern-Mittelland zeigt sich 2026 stabil bis leicht steigend. Im Kanton Bern legten die Wohnungspreise über zwölf Monate um rund 2.9 Prozent zu, die Hauspreise um rund 2.8 Prozent. Getragen wird die Nachfrage von tiefen Zinsen, der Wahrnehmung der Schweiz als sicherer Standort und dem anhaltenden Bevölkerungswachstum.
Das Preisgefälle in der Region
Innerhalb der Region ist das Preisgefälle deutlich: Die Stadt Bern führt mit rund 9’150 Franken pro Quadratmeter (in Zentrumslagen über 10’200), gefolgt von exklusiven Gemeinden wie Muri bei Bern (rund 9’700). Köniz und Liebefeld liegen bei rund 7’900 bis 8’400 Franken, Ostermundigen und das Worblental etwas darunter. Kiesental und westliches Bern-Mittelland bieten günstigere Einstiege.
Zinsen und Tragbarkeit
Der SNB-Leitzins liegt bei 0.0 Prozent, zehnjährige Festhypotheken bei rund 1.4 bis 1.6 Prozent. Das hält die Finanzierung attraktiv. Gleichzeitig bleibt die Tragbarkeit für viele Haushalte angespannt, weil Banken mit einem kalkulatorischen Zins von 4.5 bis 5 Prozent rechnen. Eine Überhitzung des Marktes sehen die Ökonomen landesweit nicht.
Ausblick
Für den Rest des Jahres 2026 ist mit einer Fortsetzung der moderaten Aufwärtsbewegung zu rechnen. Solange die Zinsen tief bleiben und das Angebot knapp ist, dürften die Preise in gefragten Lagen von Bern-Mittelland weiter leicht steigen – ohne besorgniserregendes Tempo.
